SEO – Das Web aus Suchmaschinensicht

SEO

In den letzten Tagen habe ich in mehreren Facebookgruppen erlebt, dass es beim Thema SEO ganz große Verständnisprobleme gibt. Und auch bei meinen Kunden merke ich das immer wieder: Die meisten können mit dem Thema nichts anfangen und haben dann sehr oft ganz falsche Vorstellungen. Ich bin zwar kein SEO (mehr), habe aber fünf Jahre lang in dem Bereich gearbeitet. Ich kenne mich also doch etwas besser aus als der Durchschnitt und daher versuche ich nochmals, das schwierige Thema SEO ein wenig zu erklären. Diesmal aus der Sicht der Suchmaschinen. 😉

Suchmaschinen allgemein:

Das Web hat Milliarden von Seiten, täglich kommen neue dazu. Suchmaschinen versuchen dieses gigantische System ein wenig überschaubarer zu machen. Google ist im deutschsprachigen Raum die bekannteste Suchmaschine, allerdings gibt es meiner Meinung nach sehr schwere Bedenken gegen Google, denn der Suchmaschinengigant saugt uns so viele Daten ab, wie er nur kann. und knabbert fleissig an den Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaat. Ich z. B. nutze Google so wenig wie möglich, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Was will eine Suchmaschine (z. B. Google)
Eine Suchmaschine will (nach aussen hin) dass die möglichst beste Seite bei einer Suchabfrage dem Suchenden zur Verfügung gestellt wird. Nach innen will Google unsere Nutzerdaten, das ist aber nicht unser Thema.

Was ist ein gutes Ergebnis, was haben Links damit zu tun?
Die erste Frage, die sich die Programmierer von Suchmaschinen daher stellen, das ist, wie man eine Webseite, die ein gutes Suchergebnis liefert, von einer Seite unterscheidet, die ein uninteressantes Ergebnis liefert. Google hatte als erster Anbieter die revolutionäre Idee, dass eine Seite umso interessanter wäre, je mehr Leute auf sie verlinken. Dieser Gedanke ist derzeit die Grundlage von allem SEO, der Rest sind nur Anpassungen der grundsätzlichen Idee. Die Basisidee wurde folgender Maßen erweitert:

  • Links von Seiten die selbst viel Links erhalten, sind wichtiger als Links von isolierten Seiten. Je mehr Links eine Seite hat, desto wertvoller sind die Links, die von ihr vergeben werden.
  • Links von “bekannten Seiten” Spiegel, FAZ, Parteien, Regierung, Universitäten… sind wichtiger als Links von Lieschen Müller.
  • Links von Seiten, die zu einem passenden Thema schreiben, sind wichtiger als Links von Seiten, die über ganz etwas Anderes schreiben.
  • Freiwillig gesetzte Links sind wichtiger als Links, die man selbst setzen kann. Ich kann z. B. nicht entscheiden ob der Betreiber einer fremden Webseite einen Link zu mir setzt. Ich kann aber in einem Forum oder in einem Blogkommentar selbst relativ leicht einen Link zu meiner Seite einsetzen. Daher ist der erste Link wertvoller und der zweite weniger wichtig.
  • Links, die nach einem simplen Strickmuster (z. B. auf einer Unterseite wie “Freunde im Web”) getauscht werden, sind wenig wert, denn die Absprache zwischen beiden Betreibern ist offensichtlich.
  • Gekaufte Links, unnatürlich aufgebaute Links (1000 Links am selben Tag) Links von dubiosen Seiten (Nordkoreanische Pornoseiten, falls es so was gibt. 😉 ) sind schlecht.
  • Auch Links aus sozialen Netzwerken, Verweildauer auf der Seite usw. usw. sind heute wichtig. Die Kriterien ändern sich dabei ständig.

Fazit: Es geht um Links, es geht um hochwertige Links. Je mehr desto besser. Aber immer natürlich bleiben, Linkkauf und Ähnliches sind tabu! Dieser Teil nennt sich Offpage-SEO, weil er ausserhalb der Seite durchgeführt wird. Welche Dinge für Offpage-SEO relevant sind, kann man annähernd errechnen, die genauen Offpage-Formeln sind ca. so geheim wie das Coca-Cola Rezept.

OK, und wie Wie geht es nach Offpage-SEO weiter?
Nehmen wir an, von zwei Seiten hätte jede exakt 100 Links von den selben Quellen. Beide Seiten würden also bei einer Abfrage gleich gut gereiht werden, was aber rein physikalische nicht möglich ist. Eine muss vor der anderen sein. Nach welchen Kriterien unterscheiden Suchmaschinen daher die beiden Seiten?

Wenn die Suchmaschine auf die beiden Seiten trifft, sieht sie sich den Code der beiden Seiten an. Die Suchmaschine hat bestimmte Ideen, wie eine gute Webseite technisch aussehen soll. Diese wendet sie jetzt an. “Gut” für eine Suchmaschine sind zum Beispiel:

  • Wenn der Code der Seite semantisch korrekt geschrieben wurde, die Überschriften z. B. richtig mit H1, H2, H3… ausgezeichnet wurden.
  • Wenn die Seite schnell lädt und nicht 10 Sekunden benötigt, bis sie fertig zu sehen ist.
  • Wenn die Seite sicher und verschlüsselt ist. (https)
  • Wenn die Bilder richtig mit einem Alternativtext für Screenreader ausgestattet sind (Das so genannte “alt-tag”)

Dieser technische Aspekt ist ein Filter, durch den beide Seiten durchmüssen. Suchmaschinen wollen schlecht gemachte Seiten nicht so gerne und reihen sie daher lieber weiter hinten.

Aber der Code ist nicht alles. Der Inhalt ist noch wichtiger!
Nach dem technischen Filter kommt der inhaltliche Filter. Die Suchmaschine will ja eine Seite präsentieren, die dem Nutzer einen echten Vorteil bietet. Bis jetzt würde ja jeder Text zu jedem Thema gleich gereiht werden. Die Suchmaschine vergleicht also die Suche und die Seite. Das was besser zusammenpasst, wird weiter vorne gereiht. Auch hier handelt es sich also wieder um einen Filter. Sehen wir uns auch bei den Inhalten die Kriterien an:

  • Wenn Bild und Text sinnvoll kombiniert sind. Also z. B. wenn der Text 1000 Wörter lang ist und drei Bilder hat, empfindet es die Suchmaschine als interessant.
  • Längere Texte (ca. 1000 Wörter) sind für eine SuMa besser als sehr kurze Texte.
  • Wenn der Text auf andere, thematisch passende Webseiten verlinkt, dann weiss die Suchmaschine, dass der Betreiber Teil einer Community ist und bevorzugt ihn.
  • Die Liste ist noch viel länger und auch hier ändern sich die Kriterien immer wieder. Hier kommt heute auch AI (Artificial Intelligence) zum Einsatz, denn die Suchmaschine erkennt inzwischen aus den Wörtern, die bei der Suche eingegeben wurden, welche Absicht hinter der Abfrage steckt. Die Frage “Macbook Preis” führt also nicht zu einer Seite, die über die hohen Preise von Macbooks philosophiert, sondern zu einer Preisvergleichsseite von Macbooks.

Die beiden letzten Teile der Suchmaschinenoptimierung (Technik und Inhalt) heissen Onpage-SEO. im Unterschied zu Offpage-SEO ist Onpage-SEO sehr gut dokumentiert und die Kriterien hier werden von Suchmaschinen sehr klar definiert. Die Suchmaschinen wollen ja gute Ergebnisse liefern, daher unterstützen sie Webmaster sogar bei diesem Teil. Für Onpage-SEO kann man auch Tools verwenden, wie z. B. das beliebte SEO-Plugin von Yoast. Dieses Plugin ist sehr gut und nimmt einem Onpage sehr viel Arbeit ab!

Fazit: SEO hat zwei grundsätzliche Bereiche: Offpage, das ist die Basis, der Trafficlieferant, die Grundlage. Onpage, das ist dann der Filter nach dem einzelne Seiten bevorzugt werden und andere zurückgestellt werden.

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