Archive for Mai, 2009

Die “Beliebteste Modekrankheiten-Vorschau”:

Montag, Mai 11th, 2009

Für alle interessierten Veranstalter bringen wir vom Blog bereits jetzt die “Beliebteste Modekrankheiten-Vorschau”:

2009: Schweinegrippe
2010: Meerschweinchenpest
2011: Pferdefieber (angefragt, wird noch entwickelt)
2012: Ameisenpest
2013: Kanguruhmanie (powered by Outback-Journeys)
2014: Delphinneurose (prowdly introduced by Flipper)
2015: Vogelgripperevival I
2016: Kellerasseldepression (BETA-Version derzeit in Vorbereitung)
2017: Vogelgripperevival II

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Schweinepest

Montag, Mai 11th, 2009

Die Schweinepest, ein wirklich spannendes Romanfragment.

Prolog beim Heilpraktiker Hotzenplotz:
Verdammtes Arbeitsamt, verdammtes Hartz IV, verdammte Umschulung. Verärgert blies der pickelgesichtige, knollennasige Heilpraktiker Hotzenplotz den Rauch seiner Zigarette aus den Nasenlöchern, machte die Kippe aus und begab sich auf den Weg in seine Praxis. Er – der berühmte Nachfahre einer berühmten Familie von Räubern und Wilderern – durfte seinem erlernten Beruf nicht nachgehen. Räuberhauptmann hätte er sein können! … Aber nein, diese Eierköpfe am Arbeitsamt hatten ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bürohengste, blöde, dachte er, während er sich einen Weg durch die Versammlung vor seiner Praxis bahnte.

Wie immer warteten Hundertschaften von Erkrankten vor der Hotzenplotschen Praxis um nur ja rechtzeitig anwesend zu sein wenn der narbengesichtige Heilpraktiker die Türen öffnete. Hundertschaften von Erkrankten? Hotzenplotz wurde den Verdacht nicht los, das heute etwas anders war. Er betrachtete die Wartenden genauer und stellte fest, dass es heute wirklich anders war: Er zählte vier Schweine, drei Handys, einen PC und drei Papageien, einen Spatz sowie einen weißen Stoffbär vor der Eingangstüre. „Seltsame Sache“ dachte er.

Nescafe:
Der diesjährige Nescafe Spot sollte die Krönung in der Karriere des als exzentrischen und perfektionistischen geltenden Schauspielers George Clooney werden. Aber so wie es aussah, würde der geplante Höhepunkt niemals stattfinden! Riesenmist, im Moment ging alles schief im Hause Cloony!

Was passierte genau? Cloonys Hausschwein Theophinus (Theophinus sollte eigentlich den unersetzlichen Max ersetzen.) war erkrankt und seitdem es Theophinus nicht gut ging, hatte auch Cloony zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Die Beulen an seinem Kopf. Konnte man die denn überschminken? Ja, vielleicht. Aber selbst im überschminkten Zustand hinderten sie den Beau am genüsslichen Schlürfen aus seiner Nespresso-Tasse. Hässliche schwarze Beulen! Schon hielt Cloony den Kopf ganz schief, um das Übergewicht der Beulen – immerhin hatte jede einzelne bereits die Größe eines Basketballs erreicht – zu kompensieren.

Schweinepest!
Nachdenklich verteilte Hotzenplotz die Fiebertermometer an die Wartenden. Das Zimmer der behaglichen, kleinen Praxis war jetzt voll mit Patienten, denen das Thermometer aus dem Mund schaute. Stille breitete sich aus, der Holzofen bullerte gemütlich vor sich hin.

Sogar die an dauerhaftes Plappern gewöhnten Handys verstummten um den sensiblen Messvorgang nicht zu gefährden. Handyviren sind nicht zum Spaßen, hatte Hotzenplotz immer wieder betont und umso wichtiger war das exakte Feststellen der Betriebstemperatur. Dies galt natürlich auch für die anderen Erkrankungen und egal ob es sich um Vogelgrippe, Schweinepest oder gewöhnliche PC-Viren handelte, Vorsicht war eben die Mutter der Porzellankiste.

Vorsicht? Hotzenplotz zuckte zusammen. Irgendetwas war im Busch, doch trotz intensivster Anstrengung konnte Hotzenplotz nicht sagen, was es war. Argwöhnisch betrachtete er die Anwesenden. Uralte Räuberinstinkte, seit Generation im Hotzenplotschen Geschlecht herangereift, gewannen die Oberhand. War es der Papagei mit dem seltsamen Gefieder, der diese Unruhe schürte, oder der weiße Stoffbär? Hotzenplotz lief der Schweiß in Strömen über das pickelnarbige, hässliche Räubergesicht. Den Ofen im Juli zu beheizen, war wohl keine gute Idee gewesen. Aber was solls…

Plötzlich bewegte sich der weiße Stoffbär auf Hotzenplotz zu und deutete ihm an, dass er ihm etwas zu sagen hätte. Hotzenplotz neigte seinen Kopf zum Bär hinunter und ließ sich die Botschaft ins Ohr flüstern. Was dann geschah ist vollkommen unklar. Manche sagen, dass Hotzenplotz rücklings hinfiel, andere schwören wiederum, dass er am Bauch landete. Aber egal. Wichtiger als der Landeplatz war wohl der Inhalt der Botschaft, den wir leider nicht veröffentlichen dürfen. Schweigepflicht… Leider…

Ende

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