Archive for Februar, 2008

Der Hühnerpelz

Sonntag, Februar 17th, 2008

Neulich war ja Valentinstag und alle Welt schwebte im siebenten Himmel. Nur bei Darko im Blog gings nicht ganz so harmonisch zu. Aber am besten er erzählt selbst, was passiert ist:

Tagchen Leute! Also wenn IHR diese Geschichte versteht… MIR ist da einiges nicht ganz klar… Also ich glaub ihr wißt es ja schon, wir sind da in dem neuen Boliusschen Blog in Berlin und da wohnt auch Aarne, das lesbische Kampfschaf. Aarne, die ist ja irrsinnig nett und wir kommens so ins Gespräch und… Also wie auch immer, jedenfalls ist diese Aarne unglaublich sexy, und ich denk mir, dass ich ihr einen Pelzmantel verehre. Schaf könnt ihr gut stehen, denk ich, und so kauf ich hier also einen Persianer.

Oh jeh oh jeh, das hätt’ ich nicht tun solln! Die Kleine hat mir das Fell über die Ohren gezogen, dass du nur so schaust! Nix wie weg sag ich mir. Ich versteh überhaupt nicht, was das Ganze soll, und warum die so durchdreht. Na ja, ich sag nur Weiber…

Rätsi hab ich später auch noch gefragt, was er von der Geschichte hält, aber der wußte auch nix damit anzufangen. Hat dann gemeint, dass das Problem vielleicht der Schafspelz gewesen sein könnte. “Huhn wär vielleicht besser gewesen” hat er gesagt. Aber ich weiss nicht. Ein Pelzmantel vom Huhn?

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Das Inserat Teil 2

Samstag, Februar 9th, 2008

Was bisher geschah:
In Teil 1 unseres spannenden Inseraten-Krimis sucht der bösartige und gemeine Cyberkapitalist Bolius neue flotte Mieter für einen ganz neuen Blog in Berlin. Rätselschwein, der seinerseits nach Veränderung strebt, meldet sich daraufhin beim Blogbesitzer Raphael B. ohne zu wissen, dass es Bolius selbst (der bösartige und gemeine Cyberkapitalist Bolius) ist, der das Inserat aufgegeben hat.

Was weiter passiert:
Was weiter passiert ist folgendes: Bolius (der bösartige und gemeine Cyberkapitalist Bolius) verkauft seine gesamten Untermieter via Ebay um sich in Berlin neue – flotte und tolle – Untermieter in den Blog reinzuholen. Viel zu spät merkt er erst, dass es sich um Darko und seine Spießgesellen handelt, die sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wieder in den Blog eingeschlichen haben. Bolius ist verzweifelt über sein hartes Schicksal. Zitat Bolius: “Jetzt hab ich sie wieder diese nichtsnutzigen Stofftiere und den dicken Rätselschwein. Was soll ich tun? Ich hab sie einfach alle am Schopf gepackt und in die Badewanne gesteckt… Es ist schon ein hartes Schicksal als Blogbesitzer… ”

Um die gestiegenen Kosten – der neue Blog in Berlin ist viel größer – wieder herein zu bekommen muß er außerdem Aarne, das lesbische Kampschaf, sowie zwei kopflose Mädels in den neuen Blog mit aufnehmen. Darko, der ursprünglich mit “den Saupreissen” gar nix am Hut hatte, versucht aus der Situation das Beste herauszuholen und tröstet sich mit dem Gedanken, dass der neue Blog hübscher ist, als der alte. Außerdem ist er froh, dass dieser Knut sich als harmlos herausstellt. (Eigentlich vermutete der ängstliche Wunderbär im Medienstar Knut ein immenses Gefahrenpotential. Sein Lieblingssatz lautete nicht umsonst: “Es kann nur einen geben!”) Auch die neue Adresse Goethestraße 48 ist ihm angenehm. Zitat Darko: “Goethe – für alle die das nicht wissen – das ist der Kerl, der diese Italowestern geschrieben hat. Glaub ich wenigstens. Faust I, Faust II und so…”

Und Rätselschwein? Rätselschwein sieht den Umzug gelassen.: “Na ja, jetzt sind wir wieder bei diesem Bolius gelandet. Sie wissen schon. Bolius, der bösartige und gemeine Cyberkapitalist Bolius. Was soll ich bloß machen? Nun; die Übersiedelung war etwas schwierig. Ich hatte etwas Proviant mit – sie wissen schon – meine geliebten Essiggurkerln… Aber Darko fährt immer so stürmisch, und auf der Autobahn hat es uns dann ganz bös erwischt. Sehr ärgerlich, jetzt hab ich gar keine Essiggurkerl mehr und die kriegt man ja in Berlin gar nicht so leicht.

Sein neues Leben in Berlin findet er – Rätselschwein – übrigens auch ganz passabel. Die geliebte Feuerwehrarbeit mußte er zwar sausen lassen, dafür hat er jetzt einen neuen Job. Er verkauft original Berliner Mauersteine aus der originalen Berliner Mauer an Touristen. Dazu fährte er jeden Morgen los, besucht Baustellen und lädt Steine auf seinen Lastwagen. Im Hinterzimmer der Boutique bemalt er sie dann mit schwarz-rot-gold, oder Hammer und Sichel. Je nachdem, was die Touris gerne haben… Tja, so gehts in Berlin!

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