Archive for Oktober, 2007

Mozart

Sonntag, Oktober 28th, 2007

2006 – das Mozartjahr – ist bereits seit längerem vorbei und wir vom Blog machen jetzt erst mal ernst mit dem Aufräumen. Die hochinteressantesten Beiträge zum Thema, die wir extra für Sie verehreste Blogleserin, verehrtester Blogleser zusammengetragen haben, können Sie in diesem Posting nochmals Revue passieren lassen.

1) Mozart, die Pornosophische Vase: (Wien, “Die Presse” vom 25. 1. 2006)

2) Endlich! die Mozartwurst in Geigenform!
Mit der einmaligen Mozart-Wurst leistet die Metzgerei Fuchs aus Grödig bei Salzburg einen kulinarischen Beitrag zum Mozart-Jahr.
…Bei der köstlichen Mozart-Wurst handelt es sich um eine feine Dauerwurst, mit einem 50%igen Anteil an österreichischem Rindfleisch. Bei der Herstellung werden, was ja auch den „grünen Marzipankern“ der Mozartkugel zum Ausdruck bringt, Pistazien eingearbeitet. Dazu kommen Gewürze mit einer leichten Muskatnote, klassisch mild und gut zur Jause.

Diese ganz neu entwickelte Dauerwurst präsentiert sich in Form einer Geige, bedruckt mit goldenen Notenschlüsseln, beklebt mit edlem Klebeetikett mit dem patentierten Namen „Mozart-Hausmarke “. Die Vision, die der Mozart-Wurst zugrundeliegt, ereilte den Metzger Fuchs im Schlaf, als er von der neuen Kreation träumte.

Bestellungen: http://www.mozartshausmarke.com

3) Vom Mozartjahr inspirieren lassen hatten sich mehrere, ob mit der überdimensionalen Mozartkugel, ob zu mehreren Personen in der Gestalt des großen Komponisten. Etwa  mit der knackigen Aufschrift. “In Gusbach bei Handkäs´ und Äppelwein fielen Mozart die schönsten Opern ein.”
Quelle: www.wiesbadener-kurier.de

4) Pornomozart: Vier Monate bedingte Haft wegen schwerer Sachbeschädigung, so lautete das nicht rechtskräftige Urteil eines Salzburger Einzelrichters für “Pornojäger” Martin Humer Infos: hier!

5) Mit einer interessanten Veranstaltungsreihe macht Mozart in Dettingen auf sich aufmerksam, wenn es in der Gärtnerei Wurster wieder ein mal heißt: »Mozart, Wein und Chrysanthemen«, ein musikalisch-literarischer Abend mit einem Potpourri aus Mozarts Musik. Zitat: ” ‘s Wolferl ist im Gewächshaus zu Gast.”

6) Fußball I, Hamm Mozart trifft Fußball. Wo? Ausgerechnet in einer wunderhübschen Stadt mit einem wunderhübschen Namen. In Hamm:

7) Fußball II, “Anpfiff Amadeus”: Die Spaghetti-Oper im Hofgarten bietet die Koproduktion von Everding-Akademie, Musikhochschule und einem traditionsreichen Kaffeehaus unter zwei, wenn auch wenig harmonisierenden, Themen des Jahres: einerseits das Wunderkind-Wolferl – und andererseits die Fußballweltmeisterschaft.

Die Story: Fußballstar Amadeus soll von seinem Manager – der “Lichtgestalt” mit dem beziehungsreichen Namen Herr Kaiser – systematisch zum Werbeträger einer namhaften Tamponfirma aufgebaut werden, schockiert aber immer wieder durch Flegeleien und Skandale. Erst durch die Verkuppelung mit Kellnerin Jenny wird der Fußballprolo bürgerlich. Seine Katharsis erlebt der an lange Tafeln platzierte Zuschauer als Gast auf der Geburtstagsfeier des Kickers.
Quelle: www.donaukurier.de

6) Verwandtschaftsbeziehungen: Mozarts Großmutter mütterlicherseits hieß Euphrosina Pertl. Seine Hunde hörten auf die Namen “Pimperl” und “Gauckerl”.

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Bei der Hellseherin

Dienstag, Oktober 16th, 2007

B(olius): Guten Tag
H(ellseherin): Guten Tag Herr Bolius. Sie sind gekommen, weil die Geschäfte schlecht gehen?
B (verwundert): Sie wissen schon…?
H: Na ja, wie glauben Sie denn, wie ich mein Geld verdiene?
B (kleinlaut): Da haben sie recht….
H: Also, die Geschäfte gehen schlecht. Das Blogbusiness und so.
B: Ja, es ist verflixt. Das Blogbusiness bleibt unter allen Erwartungen. Die Mieteinnahmen, die Mieter… Nichts als Ärger. Sagen sie mir bitte was ich tun soll!
H: Na warten sie, das haben wir gleich. Ich werde in Sie reingucken und dann wissen wir alles.
B (jetzt schon recht verzagt): OK, Also dann….

Kurze Pause

B (sehr nervös, angespannt): Also sagen sie schon, WAS sehen sie?
H: Also im Moment nur einen BH und ein Paar Strümpfe.
B: Wie bitte?
H: Ach, lassen sie! Das ist die Standardausrüstung in einem Männerkopf, das interessiert uns jetzt nicht. Ich muss tiefer gucken.
B: OK, nur zu…

Kurze Pause

B: Und jetzt?
H: Ich sehe einen dicken Mann. Rätselpferd oder so. Und Stofftiere! Viele Stofftiere! Ein weisser Bär, eine Katze… Ach, ist der weisse Bär süß!
B (genervt) Oh Gott, dieser Darko!

Kurze Pause, die Hellseherin notiert etwas.

B: Was war das?
H: Ach gar nichts, ich hab nur die Telefonnummer des weißen Bärs notiert.
B (genervt): Verstehe.

Längere Pause

B (jetzt sehr nervös): Also jetzt sagen Sie schon. Was ist los? Was sehen sie?
H: Also um die Wahrheit zu sagen, ich sehe nur Stofftiere. Es ist sehr ungewöhnlich, aber sie haben nichts als Stofftiere im Kopf!
B (schreit fast): Wie bitte? Ich bin immerhin Geschäftsmann! Sehen Sie keine Exeltabellen? Keine Kalkulationen, keine Kosten-Nutzenrechnungen? … Die Steuer, die Superbank… Wo ist das alles???!!!
H: Nein, nur Stofftiere! Sie müssen sie akzeptieren lernen! Lieben sie ihre Stofftiere!
B (resignierend): Wenn sie das sagen…

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Der Wettbewerb

Montag, Oktober 15th, 2007

Mit diesem Beitrag erreichte Rätselschwein leider nur den letzten Platz im internationalen Löffelverbieger-Wettbewerb, der wie immer von Uri Geller geleitet wurde.

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Die Reise auf Berlin

Dienstag, Oktober 9th, 2007

Die Reise I – Vorgeschichte
Bolius hat sich verliebt, irgend so ein nettes Bildchen im Internet hats ihm angetan. Aufgrund seines plötzlich in Flammen geratenen Herzens weiß er – der von Grund auf hartherzige, gemeine und bösartige Cyberkapitalist – nicht mehr ein und aus. Das Bildchen zeigt ihm mit Sicherheit die Frau seines Lebens, sagt ihm der Dornbusch in seiner Brust. Noch kennt er sie gar nicht, weiß auch gar nicht wie sie heißt, wer sie ist und wie er zu ihr kommt. Er weiß einfach gar nichts, außer, das die Dame seines Herzens turmalinfarbene Augen (Adobe #333300) hat. Aber nichtsdestotrotz heult er den ganzen Tag. „Vor Freude!“, wie er immer wieder betont.

Rätselschwein weint mit ihm. Weil er – Rätselschwein – eben ein sensibler Mann ist.
Und auch Fuzzilisa weint. „Weil das alles soooo romantisch ist!!!“

Der Salzwasserpegel im Blog ist bereits deutlich über den kritischen Wert gestiegen. Alles ist meterhoch überschwemmt, noch ein bisschen Geflenne – und die drei Heulsusen sehen nicht so aus als ab sie bald aufhören würden – also noch ein ganz kleines bisschen Geflenne und die Festplatte – das Herzstück des Boliusschen Blogs – ist in Gefahr. Kurzschluss – Peng – und aus ists!

Aus? Ja, gutes Stichwort. Darko hält das alles nicht mehr aus. Ist er gar der einzige ECHTE MANN im Blog? Er muß raus hier! Ausbrechen, wegfahren. Weit, weit weg fahren! Berlin? Ja, warum nicht Berlin! Dann könnte er alle seine Kerstins, Kirstens, Antjes, Fraukes, Silkes und Ingas, besuchen! Ein Superplan, nichts wie weg! Aus – raus – weg!

Schnell steigt er in seine soeben frisch renovierte Citroen DS. Die Göttin stammt ursprünglich aus dem Jahr 1971 und wurde unter Zuhilfnahme einiger Mirage-Kampfjetbauteile liebevoll restauriert. (Wie wir bereits erwähnten, birgt der geheime Rätselschweinsche Sparstrumpf hin und wieder einige angenehme Überraschungen…) Bei der Garagenausfahrt sieht er den erschöpften, völlig genervten und Kette rauchenden Nieselpriem. Gibt es etwa noch weitere Opfer der neuen Boliusschen Sensibilität? Ein kurzer Blick bestätigt es. Auch Nieselpriem hat die Schnauze voll. Darko gibt ihm ein kurzes Signal, Niesi springt in die DS und auf geht es! Berlin wir kommen!

Die Reise II – Mit Nina in Prag
Heiho – mit der nahezu funkelnagelneuen DS geht die Post ab! Mindestgeschwindigkeit Ultraschall, keine Radarbox ist dem französischen Wunderwuzzi gewachsen: Gänserndorf, Oberstinkenbrunn, Unterstinkenbrunn… die Orte ziehen vorüber, die Grenze naht, Tschechien, Prag… Doch plötzlich: ein Problem: Das Bordradar zeigt einen grellfarbener Trabbi – er ist ebenfalls mit Hyperlichtgeschwindigkeit unterwegs. Der Trabbi steuert – inmitten der Prager Altstadt – auf Darkos DS zu. Knall und Peng. Krach, Ende, aus! Frontalzusammenstoß. Beide sind platt, zwei Häufchen Schrott, das ist alles was übrig ist. Aus den Resten der einstmals so stolzen Göttin klettert ein frustrierter Wunderbär und beutelt sich den Staub aus dem Fell, eine Frau – wir werden sie später als Nina Hagen identifizieren – krabbelt aus dem anderen Blechhaufen.

Völlig frustriert steht der Wunderbär vor den Überresten seines ehemals so hübschen Autos, Nieselpriem ist in vorsichtshalber gleich in Ohnmacht gefallen. Dann entdeckt der Wunderbär schließlich Nina. Folgender Dialog entspinnt sich:

D: Tag Nina, was machst denn DU da?
N: Tag’chen Darko! Na DAS könnt’ ick DIR aber Ooch frajen.
D: Ich fahr auf Berlin. Weißt eh. Kerstins, Kirstens und so.
N: Ja, ick va’steh. Ick fah’ nach Wien. Zum Trachtenpäarchenball. Willst de mitkomm’?
D: Trachtenbärchenball? Na ich weiß nicht. (Darko ist skeptisch, ob er in der Umgebung von Trachtenbären den Abend verbringen will.)
N: Ist ja jut, dann eben nich’.
D: Jud’? Wir Wunderbären sind alle Agnostiker. So ein Unsinn.

Darko ist entsetzt. Früher war Nina irgendwie anders. Hätte nie sein wunderschönes Auto kaputt gemacht! Na ja, was solls. Und beschnitten ist er auch nicht, Wenigstens DAS müsste Nina doch noch wissen. Oder bedeuten IHR die romantischen Schäferstündchen von anno dazumal vielleicht gar nichts mehr???

Der Dialog wird zusehends inhaltsleerer und einsilbiger, bis er mit diesen Sätzen endet:

N: Und wie kommst de jetzt nach Balin?
D: Weiß nicht, irgendwie wirds schon gehen. Und Du?
N: Ick? ach, da mach dir ma keene Sorjen, nich! Ick stopp mir ein UFO und los jeht’s.
Sprachs, drehte sich um und ging von dannen.

Die Reise III – Im Café in Prag
Nachdem Nina die Unfallstelle verlassen hat, weckt Darko Nieselpriem – seinen ohnmächtigen Companjero – aus der Ohnmacht auf. Beide kehren den traurigen Überresten der einstmals so stolzen Göttin den Rücken und setzten sich in ein Café am Straßenrand. „Und was jetzt?“ fragt ein trübsinniger Darko. Leeren Auges blickt er sein gegenüber an. Doch auch Nieselpriem ist frustriert. Wollte er doch die Gelegenheit nutzen und das neuartige, hypermoderne Postzustellsystem der deutschen Bundeshauptstadt kennen lernen!

Doch glücklicherweise: Ein echter Wunderbär der gibt nicht so schnell auf! Darko hat eine Idee! Vielleicht können Nieselpriems internationale Beziehungen (Die Post gibts schließlich weltweit!) hilfreich sein.

Die Reise IV: Die beiden Koffer in Berlin
Was bisher geschah:
Bolius hat sich in ein turmalingrünes Bildchen aus dem Internet verliebt, er flennt Tag und Nacht. Darko hält das nicht mehr aus und setzt sich – gemeinsam mit Nieselpriem – nach Berlin ab. Am Weg dorthin zerstört Nina Hagen sein funkelnagelfrisch renoviertes Auto! Was heißt Auto? Seine DS, seine Göttin! Gackestimmung in Prag!

Was die Zukunft bringen wird:
Ja, tatsächlich! Der gute alte Nieselpriem (viele von uns kennen ihn auch als den freundlichen Briefträger Nieselpriem) wird eine Idee haben. Die beiden – Darko und er – werden doch von den internationalen Verbindungen der Post Gebrauch machen und sich – in zwei Koffer verpackt – nach Berlin schicken lassen. So seine unkonventionelle Idee.

Und tatsächlich. So wird es sein: Darko und Nieselpriem werden je einen Koffer besteigen und sich von der tschechischen Post nach Berlin schicken lassen. Dummerweise werden sie aber in Berlin draufkommen, dass niemand sie abholen wird. Die Mädels (die Kerstins, Kirstens, Antjes, Fraukes, Silkes und Ingas – oder wie immer sie alle heißen.) werden nicht wissen, dass unsere beiden Helden mit der Post ankommen werden und werden vor dem Hotel „L`ourse amoureux“ vergeblich auf die heißen Liebesnächte mit dem Wunderbär warten.

Also werden die beiden Koffer 3 Wochen lang im zentralen Berliner Hauptpostzentrallager herumstehen. Darko und Nieselpriem werden versuchen durch lautstarkes Singen auf sich aufmerksam zu machen: „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ und so. Doch vergebens. Niemand wird die beiden hören.

Was weiter geschehen wird? Na ja, irgendwann wird es nach Wien zurück gehen und Bolius wird die beiden am zentralen Wiener Zentralpostamt auslösen. Wird die Liebe zum unbekannten Turmalin den knallharten Cyberkapitalisten am Ende doch weichherzig gemacht haben? Oder wird der berechnende Bolius nur seine zahlenden Untermieter zurück haben wollen? Wir werden sehen, der Blog wird sicherlich berichten!

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