Archive for April, 2007

Der schlaue Wunderbär und das neue Türschild, 4. Teil

Sonntag, April 8th, 2007

Vierter und letzter Teil der ungemein spannenden Tetralogie “Der schlaue Wunderbär und das neue Türschild”:

Jetzt wird es ernst. Wir schreiben bereits die 4. Woche und Bolius hat sein Mantra seit 40.320 Minuten pausenlos rezitiert. Plötzlich – es ist der Ostersonntag A.D. 2007 – trifft ihn die Erleuchtung mit voller Wucht. Die Stimme Gottes tritt an ihn heran und streift sein Ohr. Und Gott hat ihm eine interessante Botschaft mitzuteilen: Es ist nicht nur eine Erkenntnis! Eine ganze Kette von unglaublichen Erkenntnissen teilen sich Bolius mit. Die erste lautet: „Große Frauen haben lange Beine.“ Die zweite lautet: “Wer Schuhlöffel benutzt, hat länger Freude an seinen Schuhen“ und die dritte bleibt vorest geheim. Sie wird uns noch später beschäftigen, jetzt interessiert uns nur die Tatsache, dass Bolius, der Cyberkapitalist, vor Schrecken über die göttlichen Erkenntnisse wie tot umgefallen ist.

Er liegt im Koma und rund um ihn scharen sich die Blogbewohner. Darko schwebt um ihn herum, Rätselschwein, der 300 Kilomann, scheint ebenfalls von Engelsflügeln getragen zu sein. Auch Nieselpriem, Fuzzilisa und Superwilli – der hyperintelligente Delphin - umkreisen den durch und durch erleuchteten Cyberkapitalisten. Sogar die drei flachbrüstigen Kellnerinnen aus dem “Urs Amoureux” haben sich zu dieser lockeren Schar gesellt und alle singen sie gemeinsam fröhliche Ostergesänge.

Bolius ist wunschlos glücklich. Es ist ihm egal, wie er wieder in seinen eigenen Blog hineinkommt, es ist ihm auch egal, dass Darko seit Jahren mehr Erfolg bei den Frauen hat, als er selbst. Und es ist ihm auch egal, dass ihm die Idee mit dem Schuhlöffel auch selbst hätte einfallen können, hätte er nur immer auf seinen Vater gehört. Er weint Freudentränen und ihm ist alles gleich!

Ende der Geschichte und vorläufiges Ende Rätselschwein Blogs.

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Intermezzo am Mond

Sonntag, April 8th, 2007

Es ist doch immer wieder erstaunlich dass Darko der schlaue Wunderbär trotz seines ausufernden Liebeslebens und der andauernden Querellen mit Bolius, dem Cyberkapitalisten, sowie seinen häufigen Kunstfurzabenden mit Rätselschwein, seinem besten Freund, quasi nebenbei internationale Projekte von äußerster Wichtigkeit realisiert.
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Mond

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Der schlaue Wunderbär und das neue Türschild, Teil3

Sonntag, April 8th, 2007

Teil 3:

Was bisher geschah:
Wer wissen will, was bisher geschah, soll die Teile 1 und 2 der Geschichte „Der schlaue Wunderbär und das neue Türschild“ lesen. Jetzt gibt es Wichtigeres zu tun, im Blog ist gerade die Hölle los!

Bolius, der noch immer vor der Eingangstüre auf und ab läuft und dabei sein Mantra „Ich bin ein toller Tüp“ rezitiert, wird von lauten Schreien und Kreischen aus seiner Meditation geweckt. Es ist 2h morgens und Bolius hört die drei Kellnerinnen des „Ours Amoureux“, aufgeregt durch den Blog laufen. ( Darko hat sie durch den geheimen Geheimeingang mit in den Blog genommen.) Mit spitzen Stimmen rufen sie immer wieder: „Hilfe! Er ist irre, der Kleine! Hilfe! Der kleine Bär ist irre“. Bolius riskiert einen Blick in den Blog und sieht Darko, wie er den drei halbnackten Mädels hinterherläuft. In der Hand hat er eine Baumarkt-Silikonspritze, er schwenkt sie über den Kopf und ruft:“ Sofort stehenbleiben! Glaubt mir, das Silikon ist erste Qualität!“

Bolius wird aus der seltsamen Szene nicht schlau. Vielleicht hat er zu viel meditiert?

Später wird sich herausstellen, dass Darko der Meinung war, die drei Damen seien zu flachbrüstig, und dass der Wunderbär den dreien lediglich auf eine kostengünstige Weise zu etwas mehr Oberweite verhelfen wollte. Laut Darko wäre die Arbeit mit dem Baumarktsilikon ein Routineeingriff und er – Darko – könne die überzogenen Preise der – durch und durch kapitalistisch organisierten – Beauty-Industrie gar nicht einsehen. In einem zukünftigen Gespräch wird er sich sogar als der „Robin Hood der Bügelbretter“ bezeichnen.

Doch all dies liegt jetzt noch in weiter Ferne. Momentan läuft er noch durch den Blog, schwingt die Silikonspritze und versucht seine drei Gäste von den Vorteilen seiner Methode zu überzeugen. Dabei lärmen alle vier er so viel, dass sie sogar Rätselschwein – er ist für seinen unstörbaren Schlaf berühmt – aufwecken. Schlafdrunken, nur mit Nachthemd, Schlafmütze und Schurrbartbartbinde bekleidet, tritt er vor seine Tür und beobachtet die seltsame Szenerie aus mit Gurkenscheiben verklebten Augen.

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