Archive for Oktober, 2006

Entgegnung

Samstag, Oktober 28th, 2006

Entgegnung nach § 10. (1) österr. Mediengesetz:
Die klagende Partei begehrt folgende Veröffentlichung im Rätselschweinschen Blog:

Es ist unrichtig, dass Herr Darko – Wunderbär, wohnhaft im Rätselschweinschen Blog – eine Werbeagentur gegründet hat.

Gleichfalls ist unrichtig, dass Herr Darko Schöpfer des populären Reklameslogans “Nimm ein Sackerl für mein Gackerl” ist.

Die klagende Partei weist ausdrücklich darauf hin, dass sie nie Reklame für oder gegen die peinlich-banale Thematik “Hundekot” gemacht hat, macht, oder machen wird. Ein Wunderbär hat er schließlich Wichtigeres zu tun!

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Am Arbeitsamt:

Freitag, Oktober 27th, 2006

Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation im Blog beschlossen Darko und Rätselschwein neulich den Gang zum Arbeitsamt anzutreten. Zuerst war Darko skeptisch, denn immerhin mangelt es ihm nicht an Arbeit. Und für ein Amt zu arbeiten war auch nicht gerade eine Vorstellung, die ihn innerlich beflügelte. Erst als ihm Rätselschwein sagte, dass das Arbeitsamt nicht zum Arbeiten da sei, sondern – ganz im Gegenteil – dass es existiere um Geld ohne den Umweg über Arbeit zu verteilen, war er einverstanden. Der magere Salär, den dieses Amt bot, reichte zwar nicht im geringsten aus um die Wünsche des lebenslustigen Wunderbären zu befriedigen, aber der zweite Tiefspeicher für seine umfangreiche Pornosammlung hatte bereits Unsummen verschlungen, und so war er für jedes Zubrot dankbar.

Also gingen unsere ungleichen Freunde gemeinsam zum Arbeitsamt und wieder ein Mal zeigte sich sehr rasch, dass Darko das glücklichere Los gezogen hatte. Seine Betreuerin – Fräulein Josephine – war eine ebenso charmante wie hübsche Gesprächspartnerin und Darko war von nun an nahezu täglich in ihrem Büro anzutreffen. “Wenn sie mir ihre Körbchengröße verraten, dann bringe ich ihnen beim nächsten Mal ein kleines Präsent mit” war nur eine der vielen Koketterien, die der Wunderbär oftmals in die Beratungsgespräche einfließen ließ und es dauerte nicht lange und Fräulein Josephine war dem Flirtmeister Darko hemmungslos verfallen. Der Vulkan, der sich zwischen ihren Beinen gebildet hatte, konnte wohl nur noch durch Darkos Liebessäfte gelöscht werden.

Ganz anders verliefen die Dinge dagegen bei Rätselschwein. Sein Berater, ein griesgrämiger Grobian mit dem seltsamen Namen Willibald Wyslozil, sprach sich deutlich dagegen aus, dass Radegund Rätselschwein die geliebte Feuerwehrarbeit weiter fortsetzte und schrieb ihn zu einem Weiterbildungskurs für Alarmtechnik ein. Der Erfolg dieser Maßnahme war allerdings mehr als zweifelhaft.

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Kopi Luwak

Samstag, Oktober 14th, 2006

Darko ist – regelmäßige Blogleser wissen es ja bereits – ein Genießer ersten Ranges. Auf seinen Streifzügen durch die Weiten des Internets hat er eine sehr interessante Sache entdeckt, die er den verehrten Blogleserinnen und -Lesern keinesfalls vorenthalten möchte: Es handelt sich um die einzigartige Kaffeespezialität “Kopi Luwak”, die er jeden Morgen genießt. “Laß uns mal ein bisschen Katzenscheisse rauchen” sagt er frühmorgens augenzwinkernd zum schlafdrunkenen Rätselschwein und füllt eine Prise Kopi Luwak in etwas Zigarettenpapier.

Kopi Luwak – Was für ein Name! Dieser einzigartige Kaffee kommt von den Inseln Sumatra, Java und Sulawesi und unterscheidet sich grundsätzlich von anderen – gewöhnlichen – Kaffeesorten. Denn auf diesen Insel lebt eine Katze, die auf Kaffeebäume klettert und dort nur die reifsten, dunkelroten Kaffeekirschen frisst. Nachdem das Tier die Kirschen gefressen hat, werden sie verdaut, ausgeschieden und zur Kaffeeproduktion eingesammelt.

“Der Kopi Luwak hat ein sehr volles Aroma, dessen ungewöhnliche Note auf der natürlichen Fermentierung beruht, dem die Kaffeebohnen während der Verdauung ausgesetzt sind.” Wer an Darkos Leidenschaft teilhaben möchte findet hier eine Bestellmöglichkeit:

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Erleuchtung

Mittwoch, Oktober 11th, 2006

Baso Do-ichi war einer der größten Meister des Zen und seine Art Fragesteller zu behandeln war höchst außergewöhnlich. Als Suiryo ihn nach dem richtigen Weg zur Erleuchtung befragte, schlug er den Fragenden kurzerhand nieder. Rinzai dagegen war bekannt dafür, dass er laut „Katz!“ rief, wenn ihm eine Frage gestellt wurde und Toku-San, ein weiterer großer Meister, machte reichlich Gebrauch von seinem Stock, noch bevor die Frage überhaupt gestellt wurde. *

Als Rätselschwein Darko eines schönen Morgens fragte, wo sich denn der Kaffee befände, beschloss Darko seinen Freund zu erleuchten und antwortete kurzerhand mit „Katz!“. Rätselschwein verstand nicht richtig und Darko versuchte es noch ein Mal, indem er ihm die berühmte Zen-Silbe „Mu!“ entgegenschleuderte.

Rätselschwein, seit jeher den Dingen des Lebens gegenüber eher pragmatisch eingestellt, fragte Darko nochmals, diesmal aber eine Spur nuancierter: „Bist bled? Sog ma liaba wo der Kaffee is!“ (Bist du verrückt, sag mir lieber wo der Kaffee ist) was zur Folge hatte, dass Darko dem Freund einen kräftigen Stockhieb im Stile Baso Do-ichis versetzte. Als Rätselschwein konterte „Heast Oida, homs da ins Hirn g’schissn und net umgriat?“ (eine bildhafte Umschreibung der Tatsache, dass in Darkos Kopf etwas Seltsames passiert sein könnte: „He, Alter, hat man dir ins Hirn gegackt und nicht umgerührt?“) warf Darko den Zen-Stab resignierend ins Eck und beschloss doch noch ein wenig zu schlafen.

Verärgert grummelte er, dass er seinem Freund nie wieder – sicherlich nie wieder! – mit irgendetwas helfen werde und zog sich, auf das Äußerste verärgert, in sein Schlafzimmer zurück. Aber wie alle Zenmeister wissen, ist der Weg zur Erleuchtung hart und dornig.

* Nach Daisetz Teitaro Suzuki, Erich Fromm: „Zen-Buddhismus und Psychoanalyse“

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