Archive for September, 2006

Freitag Abend bei Darko im Blog

Freitag, September 29th, 2006

Wieder ein Mal ist es Freitag Abend im Blog. Darko liegt ganz alleine in seinem Bett und fürchtet sich. Dass er nicht schlafen kann, daran ist wie meist dieser Bolius schuld. Morgen ist Samstag und wie jeden Samstag um exakt 19 Uhr, wird der Cyberkapitalist die Blogbewohner zu einem freiwilligen Blogtreffen versammeln und wer nicht pünktlich ist, fliegt raus. Ohjeh-ohjeh!

Wie an allen Samstag Abenden, wird Bolius auch morgen seine Lieblingsthemen vor den versammelten Blogbewohnern ausbreiten. “Analogfotografie vs. Digitalfotografie”, “Schallplatte vs. CD” oder “Segelschiff vs. Jumbojet im transatlantischen Personenverkehr” und ähnlichen Schmarrn. Voll Inbrunst werde sie wieder im Chor schreien:” Analogfotografie ist super, Digitalfotografie ist Scheiss!” oder in Kadenzen, die sich am griechischen Theater orientieren, die neuen Boliuschen Werbesprüche für die Analogfotografie aufsagen. Letzte Woche war “Wer Digitalfotos mag, kauft auch Lamninatböden!” dran, ein Spruch, dessen absolute Idiotie nur noch von “Digitalfotografen haben kleine Schwänze” überboten wird.

Einmal hat Darko versucht den Samtagabendlichen Blogtermin abzumildern, indem er vorher – gemeinsam mit Nieselpriem – einen Joint rauchte. Natürlich hat der Cyberkapitalist sie erwischt und war fürchterlich sauer. Dass sie beide nur mit einer knappen Eintragung in die Logfiles davonkamen, war reine Glücksache. Bolius hatte kurz zuvor endlich wieder mal Sex und war ausnahmsweise guter Laune. Aber solche Chancen kommen nicht oft!

Dialog in der Schwarzwaldklinik

Freitag, September 22nd, 2006

Dialog in der Schwarzwaldklinik
Ein vollkommen sinnfremdes Buchstabenkonvolut, das keiner versteht. Auch Dr. Brinkmann selbst nicht. Mit deutschem Akzent vorzutragen!

- Tach, ich bin Dr. Brinkmann!
- (erfreut) Mann Bringmann! Mann, ist das irre Mann! Mann, Bringmann, bring mal Kaffee, Bringmann! (Das Wort Kaffee, wird mit starker Betonung auf dem letzten, kurz gehaltenen e ausgesprochen.)
- (bestimmt) Brinkmann, nicht Bringmann. Außerdem Doktor für sie. Ihnen bringe ich sicher keinen Kaffee, ich leite die Bude.
- (enttäuscht) OK, dann eben nicht.

Die Gemütsverstimmung

Mittwoch, September 20th, 2006

Während sich japanische Männer über durchschnittlich 12,8 cm freuen, bringen Spanier 13,5, Amerikaner sogar 17,5 Zentimeter aufs Maß. Deutsche Männer können 16,4 Zentimeter vorweisen. Während der Durchschnittspenis in Dresden 17,4, in Düsseldorf 17,0 und in Hamburg 16,6 Zentimeter lang ist, schrumpft er in Frankfurt auf 15,9, in Stuttgart sogar auf 15,6 Zentimeter.
Quelle: BamS

Momentan überragt Darkos Liebespfahl eindeutig alle Statistiken und das ist – neben seiner ausufernden Libido – einer der Gründe, warum ihm die Damenwelt zu Füßen liegt. Was wird er aber tun – und das ist der Ausgangspunkt einer weitreichenden Gemütsverstimmung – wenn er nach seinem Tod nicht in Amerika oder Dresden reinkarnieren wird, sondern in Frankfurt, Stuttgart – oder – noch schrecklicher – in Japan?

Rätselschwein versucht seinen Freund zu unterstützen wo es nur geht. Dennoch: sämtliche Versuche ihn aufzumuntern schlagen fehl. Darko will nicht, dass Rätselschein ihm Lieder vorfurzt (der Blog berichtete), er will auch keine Berichte über Zwergenweitwurf hören. Er will sich weder Spiegelei noch Steak auf der Festplatte braten lassen (der Blog berichtete) und selbst Rätselschweins Angebot einmal “gegrillte Rippchen von der Festplatte” zu probieren entlockt ihm lediglich ein weinerliches “Rippchen? Ich weiß nicht!”

Der Wunderbär ist eindeutig krank! Wenn doch wenigstens einer den Mut hätte in den Blog zu gehen und ihm zu sagen, dass diese Statistik nicht für Wunderbären sondern für Menschen gilt! “Darko – lieber Darko, mach dir bitte, bitte keine Sorgen!” rufen ihm tausende weibliche Fans zu. Sie haben sich barbusig vor dem Blog versammelt und winken mit ihren BH’s. Aber Darko hat sowohl die Türen zum Blog als auch die Türen zu seinem Herzen verschlossen. Er kann sie nicht hören, und bleibt traurig. Ein schreckliches Schicksal für den einst so lebenslustigen Wunderbären!

Träume

Freitag, September 1st, 2006

Es ist frühmorgens, die Vögel zwitschern fröhlich ihre Lieder, aber Rätselschwein hat nicht gut geschlafen. Seit 39 Tagen gibt es keinen neuen Beitrag im Blog. Das sind immerhin 936 Stunden, 56.160 Minuten, oder auch 3,369.600 Sekunden. Albträume haben ihn auch diese Nacht wieder gequält, er muss nachsehen was er geträumt hat.

Vorsichtig öffnet er den kleinen Verschluss an seinem Hinterkopf, unter dem wirren Haarschopf öffnet sich eine versteckte Klappe. Rätselschwein nimmt aus der Papierrolle, die sich dort befindet, den neu bedruckten Teil heraus, liest ihn aber nicht. Lieber wird er das eng beschriebene Textkonvolut an seinen Psychologen faxen, der die Träume analysieren wird, um sie ihm – Rätselschwein – noch rechtzeitig vor dem zu Bett gehen, zu übermitteln.

Rätselschwein seufzt leise. Eine seltsame Welt!